Von Null zu Null
Die erste Null ist ein Erlebnis,
die zweite nimmt man stolz und leicht,
die dritte Null wird als Ergebnis
meist mühelos und glatt erreicht.
Die vierte Null mit Schwung erklommen,
kennt gleichfalls keinerlei problem,
doch ehrlich und genau genommen,
ist sie bisweilen unbequem.
Die fünfte Null ist keine Bürde,
man fühlt sich fit, wie einst im Mai,
die sogenannte Halbzeit-Hürde
ist aber sicher schon vorbei.
Die sechste Null zwingt heimlich leise
den Lebenssommer in die knie.
Doch weiter geht die grosse Reise
mit Zuversicht und Energie.
Die siebte Null beschert und spendet
Verehrung, Achtung, auch Respeckt.
Dem eignen Dasein zugewendet
hat mancher schon sich selbst entdeckt.
Die nächste Null tritt dann als achte
kalendermässig auf den Plan.
Nicht stürmisch, laut, nein, sachte, sachte
den stillen Freuden zugetan.
Die neute Null gesund erleben
bleibt meist ein frommer, schönner Traum,
das Fragen und das Antwortgeben
stehn wie ein Fels im leeren Raum.
So reich sich eine Null zur andern,
sie fügen sich wie Stein auf Stein,
Gott schenkt uns Leben, lässt uns wandern
er lehrt uns auch zufriden sein!
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